Neue Hotelprojekte in der DACH-Region: Der Trend zu Hotelumbauten
Wer an ein neues Hotel denkt, hat oft eine klassische Baustelle mit Kränen und einem freien Grundstück vor Augen. Doch viele neue Hotelprojekte in der DACH-Region entstehen heute auf ganz andere Weise: Bestehende Bürogebäude, ehemalige Einzelhandelsflächen oder historische Immobilien werden zu modernen Hotels umgebaut und erhalten eine neue Nutzung.
Ein Blick in die THP-Hoteldatenbank zeigt, wie stark sich dieser Trend entwickelt. Aktuell befinden sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz 256 Hotelumbauten und Renovierungsprojekte in der Umsetzung. Das ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil der Hotel-Pipeline in der DACH-Region und zeigt, wie sich die Hotelentwicklung verändert.

Warum bestehende Gebäude zunehmend genutzt werden
Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe. In vielen Städten sind geeignete Baugrundstücke knapp, Genehmigungsverfahren dauern länger und die Baukosten steigen weiter. Bestehende Gebäude bieten deshalb häufig eine attraktive Alternative, insbesondere wenn sie bereits gewerblich genutzt werden dürfen.
Auch der deutsche Hotelmarkt verdeutlicht diesen Wandel. Das Marktwachstum wird zunehmend von Hotelumbauten, gezielten Investitionen und einer effizienten Nutzung bestehender Immobilien geprägt. Damit gehören Umbauten heute ebenso zur DACH-Pipeline wie klassische Neubauprojekte.
Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Viele ehemalige Büro- oder Geschäftsgebäude verfügen über zentrale Lagen und Grundrisse, die sich hervorragend für Hotels eignen. Dadurch lassen sich attraktive Standorte erschließen, ohne komplett neu bauen zu müssen.
Zwei Projekte zeigen den Trend
Ein aktuelles Beispiel ist das Clayton Hotel Tiergarten in Berlin. Das ehemalige Novotel Berlin Am Tiergarten wird umfassend modernisiert und soll Ende 2026 mit 274 Zimmern wiedereröffnen. Geplant sind unter anderem:
- Restaurant und Bar
- Konferenz- und Veranstaltungsbereiche
- Sauna und Dampfbad
- Fitnessbereich
Das Hotel ist Teil eines gemischt genutzten Quartiers, das Büro- und Hotelflächen miteinander verbindet und zeigt, wie eng Hotelumbauten und moderne Stadtentwicklung inzwischen zusammenhängen.
Ein weiteres Beispiel ist das Kimpton Hotel Salzburg. Das Fünf-Sterne-Hotel entsteht im ehemaligen AVA Hof und wird über 119 Zimmer und Suiten verfügen. Darüber hinaus sind vorgesehen:
- Restaurant und Bar
- Wellness- und Fitnessbereich
- Moderne Konferenzräume
Das gesamte Quartier umfasst zusätzlich Einzelhandel, Büros, Wohnungen und eine Tiefgarage. Die Eröffnung ist für 2028 geplant.
Beide Projekte verdeutlichen, dass neue Hotelprojekte in der DACH-Region nicht zwangsläufig auf der grünen Wiese entstehen müssen. Stattdessen gewinnen die Umnutzung und Modernisierung bestehender Gebäude zunehmend an Bedeutung.
Was das für den Hotelmarkt bedeutet
Natürlich bleiben Neubauprojekte ein wichtiger Bestandteil der Hotel-Pipeline in der DACH-Region. Gleichzeitig zeigen die zahlreichen Hotelumbauten, dass Entwickler verstärkt auf bestehende Immobilien setzen, um neue Hotelkapazitäten zu schaffen.
Für Hotelzulieferer, Architekten und alle Unternehmen der Branche eröffnet diese Entwicklung neue Chancen. Umbauprojekte folgen anderen Zeitplänen als klassische Neubauprojekte, bringen eigene technische Anforderungen mit sich und schaffen andere Möglichkeiten für die Zusammenarbeit.
Wer die Hotel-Datenbank von THP nutzt und aktuelle Daten zu Hotelprojekten verfolgt, kann diese Entwicklungen frühzeitig erkennen und passende Hotels im Bau in der DACH-Region bereits in den frühen Projektphasen identifizieren. Gerade in einem dynamischen Hotelmarkt in der DACH-Region kann dieser Wissensvorsprung entscheidend sein.
