Hotelprojekte in der Schweiz: Stadthotels und Resorts im Vergleich
Die Hotelprojekte in der Schweiz unterscheiden sich je nach Standort und Ausrichtung. Während Stadthotels vor allem von Geschäftsreisen und Kongressen profitieren, sind Resorts stärker von saisonalen Schwankungen und den Erwartungen der Gäste abhängig.
Diese Unterschiede wirken sich auch auf die Hotelentwicklung aus. Projekte unterscheiden sich nicht nur in ihrer Bauplanung, sondern auch bei der Beschaffung, den beteiligten Unternehmen und dem richtigen Zeitpunkt für die Kontaktaufnahme. Für Hotelzulieferer lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen, statt alle Projekte gleich zu behandeln.

Stadthotels: Zürich, Genf und Basel
In Schweizer Städten sorgen Banken, Pharmaunternehmen, internationale Organisationen, Messen und Kongresse für eine vergleichsweise konstante Nachfrage. Das macht die Auslastung und Investitionsplanung vieler Stadthotels besser kalkulierbar als bei saisonabhängigen Resorts.
Für Hotelzulieferer ergeben sich daraus einige Besonderheiten:
- Renovierungen in mehreren Phasen: Stadthotels werden häufig etagenweise oder in einzelnen Gebäudebereichen modernisiert, während der Betrieb weiterläuft.
- Internationale Markenstandards: Bei Hotels internationaler Ketten spielen freigegebene Lieferanten und festgelegte Produktstandards eine wichtige Rolle.
- Konferenz- und Veranstaltungsbereiche: Tagungsräume, Veranstaltungstechnik und flexible Möblierung sind wichtige Bestandteile vieler Stadthotelkonzepte.
Auch die Zeitplanung lässt sich bei Stadthotels häufig gut anhand der einzelnen Projektphasen nachvollziehen. Genehmigungen, Finanzierung und Bau folgen bestimmten Abläufen, auch wenn sich Zeitpläne im Einzelfall unterscheiden. Der geplante Eröffnungstermin kann daher als Orientierung dienen, um den passenden Zeitpunkt für die Kontaktaufnahme einzuschätzen.
Resorts: Zermatt, St. Moritz, Davos und weitere Destinationen
Bei Resorts gelten andere Voraussetzungen. Die Nachfrage hängt häufig stark von der Winter- und Sommersaison ab. Gleichzeitig steht das Gästeerlebnis im Mittelpunkt: Ausstattung, Gestaltung und Service müssen zum Anspruch des jeweiligen Hauses passen.
Das wirkt sich auch auf die Arbeit der Zulieferer aus:
- Begrenzte Bauzeiten: Wetter und Höhenlage können die Bauarbeiten einschränken. Verzögerungen sind deshalb mitunter besonders kostspielig.
- Anspruchsvolle Logistik: Abgelegene Standorte, enge Zufahrten und begrenzte Lagerflächen stellen besondere Anforderungen an Lieferung und Montage.
- Hochwertige Ausstattung: Bei vielen Resorts spielen Materialqualität, Verarbeitung und individuelle Gestaltung eine zentrale Rolle. Muster und Produktunterlagen können bei der Auswahl besonders wichtig sein.
- Lokale Bauvorschriften: Je nach Gemeinde gelten unterschiedliche Vorgaben, die beeinflussen können, welche Projekte realisiert werden und wie sie geplant sind.
Bei Hotelbauprojekten in der Schweiz ist eine frühzeitige Planung besonders wichtig, wenn die Bauarbeiten von saisonalen Bedingungen oder einer anspruchsvollen Anfahrt abhängen. Wer bereits in einer frühen Projektphase Kontakt zu den Verantwortlichen aufnimmt und die Lieferung auf den Bauzeitplan abstimmt, kann seine Produkte besser positionieren.
Unterschiedliche Märkte, unterschiedliche Ansprechpartner
Auch die Entscheidungswege unterscheiden sich. Stadthotels gehören häufig zu größeren Hotelgruppen oder internationalen Marken. Einkaufsabteilungen koordinieren die Beschaffung dann teilweise für mehrere Standorte. Bei Resorts haben dagegen oft Eigentümer, familiengeführte Unternehmen oder langjährige Hotelmanager großen Einfluss auf Entscheidungen.
Für die Ansprache bedeutet das: Bei Stadthotels sind Informationen zu Lieferantenfreigaben, Produktstandards und technischen Anforderungen besonders relevant. Bei Resorts können persönliche Kontakte, Referenzen vergleichbarer Häuser und die Qualität der Produkte entscheidend sein.
Für Hotelzulieferer lohnt es sich deshalb, die eigene Vertriebsstrategie an den jeweiligen Markt anzupassen.
Zwei Hotelprojekte aus der Schweiz im Überblick
Stadthotel: Letziterrassen in Zürich Altstetten
Das Hotelprojekt Letziterrassen Zurich Altstetten umfasst ein geplantes 4-Sterne-Hotel mit 200 Zimmern im Zürcher Stadtteil Altstetten. Die Eröffnung ist für 2030 vorgesehen. Entwickelt wird das Projekt von CPV/CAP Pensionskasse Coop als Teil eines größeren Gebäudekomplexes mit Mietwohnungen und Gewerbeflächen.
Das rund 60 Meter hohe Gebäude ist mit drei großzügigen Terrassen geplant, darunter eine öffentlich zugängliche Gartenterrasse.
Das Projekt befindet sich noch in der Vorplanungsphase. Viele Details werden somit erst im weiteren Verlauf konkretisiert. Für Hotelzulieferer ist diese frühe Phase interessant, um die beteiligten Unternehmen zu identifizieren und rechtzeitig Kontakt aufzunehmen. Da das Hotel Teil einer gemischt genutzten Immobilie ist, lohnt es sich zudem, die Planung der gemeinschaftlich genutzten Flächen und Terrassen im Blick zu behalten.
Resort: Grand Resort Bad Ragaz
Das Grand Resort Bad Ragaz ist ein 5-Sterne-Hotel mit 150 Zimmern, das derzeit umfassend renoviert wird. Die Wiedereröffnung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Im Zuge der Neupositionierung wurden die Gästezimmer bereits modernisiert. Als nächster Schritt ist die vollständige Neugestaltung des Erdgeschosses im Grand Hotel Hof Ragaz vorgesehen. Geplant sind eine zentral gelegene Hotelbar, ein klassisches italienisches Restaurant und ein thailändisches Gastronomiekonzept. Gestaltung, Beleuchtung und Musik sollen dabei wesentlich zur Atmosphäre beitragen.
Da sich das Hotelprojekt bereits in einer fortgeschrittenen Phase befindet, dürften viele Beschaffungsentscheidungen bereits getroffen sein. Für Zulieferer können jetzt vor allem zuverlässige Lieferungen, Unterstützung bei der Installation und Produkte für den laufenden Betrieb relevant sein. Dazu gehört auch OS&E, also die Ausstattung und Betriebsmittel, die ein Hotel im Alltag benötigt.
Das Projekt zeigt, wie sich ein bestehendes Luxusresort schrittweise modernisieren lässt, ohne den Hotelbetrieb grundsätzlich aus den Augen zu verlieren.
Welche Hotelprojekte in der Schweiz passen zu Ihrem Angebot?
Für Hotelzulieferer, die in der Schweiz aktiv sind oder neue Geschäftsmöglichkeiten suchen, lohnt es sich, zunächst den passenden Markt zu bestimmen. Anbieter von Konferenzmöbeln, Veranstaltungstechnik und flexiblen Raumlösungen finden häufig bei Stadthotels passende Einsatzbereiche. Unternehmen mit hochwertigen Materialien, maßgefertigten Produkten oder Lösungen für anspruchsvolle Standortbedingungen können dagegen bei Resorts besonders relevant sein.
Unabhängig vom Markt ist es wichtig, die aktuellen Hotelentwicklungen in der Schweiz und ihre jeweiligen Projektphasen zu kennen. Die THP-HotelDatenbank erfasst Hotelprojekte in verschiedenen Regionen und Entwicklungsphasen. Zu den verfügbaren Informationen gehören unter anderem Projektstatus, Bauart, Sterneklassifizierung, Zimmeranzahl, geplanter Eröffnungstermin, Hoteltyp, Standort und wichtige Ansprechpartner.
So können Hotelzulieferer gezielt nach Stadthotels oder Resorts suchen, relevante Projekte identifizieren und ihre Vertriebsaktivitäten am jeweiligen Projektfortschritt ausrichten.
Wer die Hotelprojekte in der Schweiz regelmäßig verfolgt, kann frühzeitig erkennen, welche Entwicklungen zum eigenen Angebot passen und wann sich eine Kontaktaufnahme lohnt.
Hinweis: Angaben zu Projekten, einschließlich Eröffnungsterminen, Zimmeranzahl und Marken, können sich im Verlauf der Entwicklung ändern. Die Informationen in diesem Artikel entsprechen dem zum Zeitpunkt der Erstellung verfügbaren Stand und werden möglicherweise nicht nachträglich aktualisiert.
